KfW startet Förderprogramm für private Ladestationen

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Das Bundesverkehrsministerium hat ein Förderprogramm für privat genutzte Ladestationen für Elektrofahrzeuge aufgelegt. Seit dem 24. November 2020 können die Anträge bei der KfW eingereicht werden. Ab 2021 wird, allen Prognosen zu Folge, ein ähnliches Programm für Gewerbetreibende und Firmen etabliert.

Bisher gab es neben der Bundesförderung für öffentlich zugängliche Ladestationen lediglich von einzelnen Bundesländern und Kommunen Zuschüsse für private Ladeeinrichtungen. Die gewünschte, durchschlagende Wirkung haben diese Maßnahmen noch nicht gezeigt, es geht schleppend voran mit der Nutzung von Elektrofahrzeugen. Mit dem neuen Förderprogramm will die Bundesregierung nun Privatpersonen, aber auch Gewerbe ab 2021, dazu motivieren, auf elektrisch betriebene Fahrzeuge umzusteigen und hierfür eine ausreichende Lade­infrastruktur im privaten und gewerblichen Bereich zu schaffen.

Zuschuss von 900 Euro je Ladepunkt (WallBox)

Das neue Programm trägt den Namen „Ladestationen für Elektroautos – Wohngebäude“ (KfW 440, den Link finden Sie hier). Der Investitions­zuschuss beträgt 900 Euro je Ladepunkt, wobei eine Lade­station mehrere Ladepunkte haben kann.

Zu den förderfähigen Kosten zählen die Investitionen in die Ladeeinrichtung, den Einbau, notwendige Elektroinstallationsarbeiten wie Erdarbeiten, den Netzanschluss und ein Energiemanagementsystem zur Steuerung der Ladestation. Die Gesamtkosten müssen sich auf mindestens 900 Euro je Ladepunkt belaufen.

Der Antrag auf den Zuschuss kann für selbst genutzte und vermietete Wohngebäude gestellt werden. Bedingung ist, dass die Ladeeinrichtung auf einem privat zugänglichen Grundstück installiert und von einem begrenzten Personenkreis genutzt wird, zum Beispiel von einer Familie oder den Bewohnern eines Mehrfamilienhauses.

11 Kilowatt Ladeleistung je Ladepunkt

Weiterhin muss die Ladeleistung genau elf Kilowatt je Ladepunkt aufweisen. Ob auch Ladepunkte mit höherer Leistung förderberechtigt sind, die dann gegebenenfalls heruntergeregelt werden müssen, stand Mitte Oktober noch nicht fest. Mit der Liste der förderfähigen Ladestationen, die zum Start der Antragstellung am 24. November veröffentlicht werden soll, wird die Frage beantwortet. Der Antrag muss vor der Bestellung der Lade­einrichtung im KfW-Zuschussportal gestellt werden.

Der Zuschuss aus dem neuen Programm KfW 440 kann nicht mit anderen öffentlichen Fördermitteln für Ladestationen kombiniert werden. Das gilt für das Förderprogramm für private Klimaschutzmaßnahmen in Schleswig-Holstein ebenso wie für die Förderung der Stadt München. Eine Kombination mit dem Förderprogramm KfW 270, in dem unter anderem Photovoltaik-Anlagen bezuschusst werden, ist gleichwohl möglich, da es ebenfalls eine Bundesförderung ist. Info über WallBoxen der OVAG Hessen (externer Link)

100 Prozent regenerativer Strom

Mit Blick auf die Netzdienlichkeit (Lastausgleich) muss die Ladestation intelligent und steuerbar sein, so dass die Ladeleistung von außen beeinflusst werden kann. Eine weitere Bedingung ist, dass 100 Prozent regenerativer Strom für die Ladestation genutzt wird. Dieser kann entweder zum Beispiel aus der eigenen Photovoltaik-Anlage, auch mit Energiespeicher, bezogen werden. Eigenerzeugter Strom kann auch in einem Stromspeicher zwischengespeichert werden, wenn daraus dann die Ladestation versorgt wird. Mehr dazu finden Sie unter "Photovoltaik".

Neben Privatpersonen sind auch Wohneigentümergemeinschaften, -unternehmen und -genossenschaften sowie Bauträger antragsberechtigt. Die Besonderheiten für Mieter und Vermieter sowie alle anderen Details sind im Merkblatt der KfW zu finden. (Hier der externe Link zu den Informationen der KfW Bank)

Auch für Gewerbetreibende gibt es eine gute Nachricht. Für sie soll 2021 ein Programm zur Förderung von Lade­infrastruktur in Kraft treten, wie das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur mitteilte.

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